Henri Chapu
Jeanne d’Arc in Domrémy

Die knieende Jeanne d'Arc in Domrémy
Henri Chapu (1833-1891)
Die knieende Jeanne d'Arc in Domrémy
Zwischen 1870 und 1872
Marmorstatue auf Sockel
H. 117; B. 92; T. 83 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Jeanne d'Arc à Domrémy [Die knieende Jeanne d’Arc in Domrémy]


Im 19. Jahrhundert verbreitete sich Jeanne d’Arcs Ruf als nationale Heldin, die schon zu Lebzeiten ein Mythos war. Sie verkörperte die nationale, anti-britische Idee in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Naturalismus des klassischen Bildhauers Henri Chapu ist von Eleganz geprägt. Er zeigt die Jungfrau nicht als Kriegerin sondern als lothringische Schäferin, die Stimmen hört, die sie beauftragen, den König bei der Befreiung des Königreichs zu unterstützen.

Die Skulptur wurde 1870 auf dem letzten Salon des Zweiten Kaiserreichs präsentiert, 1872 wurde sie statt in Gips in Marmor gefertigt und fand großen Anklang: die Annexion von Elsass und Lothringen hatten nach der Niederlage von Sedan die Jungfrau von Orléans zur Nationalheldin und schon vor der Kanonisierung durch den Vatikan 1920 wie eine Heilige verehrt. Die Skulptur von Chapu ist eines der berühmtesten Bildnisse der Jungfrau in Frankreich, das nach 1900 in den verschiedensten Dimensionen und Materialien gefertigt wurde.




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