Paul Troubetzkoy
Leon Tolstoi „Délire“ reitend

Leon Tolstoi „Délire“ reitend
Paul Troubetzkoy (1866-1938)
Leon Tolstoi „Délire“ reitend
1899
Bronzestatue
H. 50,2; B. 44,7; T. 18,5 cm
© DR - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Gérard Blot


Leon Tolstoi „Délire“ reitend
Leon Tolstoi „Délire“ reitend
Leon Tolstoi „Délire“ reitend

Léon Tolstoï montant "Délire" [Leon Tolstoi „Délire“ reitend]


Der von einer bekannten russischen Familie abstammende Prinz Troubetzkoy repräsentiert hervorragend die kosmopolitische und mondäne Gesellschaft vor dem I. Weltkrieg. Der in Italien geborene und gestorbene Künstler widmet sich der Bildhauerei und schlägt eine Laufbahn ein, die mit der Boldinis in der Malerei vergleichbar ist: Sein virtuoses und schnelles Modellieren ließ seine Arbeit oft als „impressionistisch“ gelten.

Leon Tolstoi (1828-1910) war einer der berühmtesten und einflussreichsten russischen Schriftsteller der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Für viele Zeitgenossen war er eine regelrechte Kultfigur und wurde das Modell zahlreicher Maler, Bildhauer und Fotografen. Dieser mystische, fortschrittliche Denker kämpfte für die wahre Emanzipation des russischen Volkes und lebte in größter Bescheidenheit südlich von Moskau auf seinem Landsitz Jasnaja Poliana.

1898 bat ihn Troubetzkoy für ein Reiterbildnis Modell zu stehen, mit dem er den „Bauerngrafen“, eine regelrechte moralische Autorität des zaristischen Reichs, zum Helden machte. Troubetzkoy porträtierte zahlreiche internationale Persönlichkeiten wie den Grafen Robert de Montesquiou (1855-1921), dessen Meinung bei der eleganten Pariser Gesellschaft sehr gefragt war.




Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter