Auguste Préault
Ophelia

Ophelia
Auguste Préault (1809-1879)
Ophelia
1876
Bronzerelief
H. 75; B. 200; T. 2 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Ophelia
Ophelia

Ophélie [Ophelia]


Auguste Préault gehört der Generation der romantischen Künstler an. Er lehnt jeglichen Bezug auf die Antike ab. Er will weder die Taten berühmter Männer noch mythologische oder allegorische Themen illustrieren. Indes begeistert er sich wie die Mehrheit der Romantiker für Shakespeare, den Autor von Hamlet, dem er sein Thema entlehnt.

Die ertrunkene Ophelia wird vom Strom herangetrieben. Ihre Augen sind geschlossen, ihr Mund halboffen, ihr toter Körper wirkt noch geschmeidig. Die Gestaltung der Wellen vermischt sich mit der nassen Drapierung des Mädchens, das die gebogene Linie ihrer Glieder zur Geltung bringt. Die Gestaltung der Skulptur ähnelt zwar der einer Grabplatte aus dem Mittelalter oder der Renaissance, doch wird sie wie ein Gemälde präsentiert. Die traurige Poesie, die von dem Werk ausgeht, ist charakteristisch für die Interpretierung der Romantiker der Werke des englischen Dramaturgen.




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