Rembrandt Bugatti
Panther, im Laufen begriffen

Panther, im Laufen begriffen
Rembrandt Bugatti (1884-1916)
Panther, im Laufen begriffen
Um 1904
Gipsmodell
H. 24; B. 27,9; T. 47,8 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Panther, im Laufen begriffen
Panther, im Laufen begriffen

Panthère marchant [Panther, im Laufen begriffen]


Rembrandt Bugatti ist der Sohn des berühmten italienischen Möbeldesigners Carlo Bugatti und der Bruder des Automobilherstellers Ettore Bugatti. Der künstlerisch begabte Junge wendet sich schon früh der Tierskulptur zu. 1902 siedelt er mit seiner Familie nach Paris über und drei Jahre später schließt er mit dem Gießer Hébrard einen Vertrag für den Bronzeguss seiner Werke ab.

Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. 1907 wird der junge Künstler von der Königlichen Gesellschaft für Zoologie (Société royale de zoologie) nach Antwerpen eingeladen: Er hat Gelegenheit, in dieser Stadt den Zoo, einen der reichsten jener Zeit zu besuchen, um die verschiedenen Tiere darzustellen. Er liebt die Tiere so sehr, dass er sogar die Erlaubnis bekommt, sie zu füttern und zu pflegen.

Bugattis Bestiarium ist sehr abwechslungsreich: europäische und exotische Säugetiere, Vögel, Reptilien die großteils noch von keinem Künstler dargestellt worden waren. Ganz besonders hatten es ihm die Raubtiere angetan. Dieser Panther ist ein beredtes Beispiel für seinen kraftvollen, lebendigen Stil.

Durch die Erfahrung des Ersten Weltkrieges wird Bugatti krank und depressiv. Er muss nach Paris zurückkehren. Aber der Zoo ist geschlossen… Die fehlende Gesellschaft der Tiere und sein von der Außenwelt abgeschiedenes Leben veranlassten Bugatti 1916, seinem Leben im Alter von knapp 33 Jahren ein Ende zu setzen, indem er sich durch Gas vergiftete.




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