Jean-Baptiste Carpeaux
Sapho

Sapho
Jean-Baptiste Carpeaux (1827-1875)
Sapho
Um 1855
Gipsstudie
H. 25; B. 30; T. 12 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / DR


Sapho
Sapho
Sapho
Sapho

Sapho


Carpeaux' lebhaftes Temperament ist zwar schon in seinen Briefen und Zeichnungen zu spüren, doch kommt es ganz besonders in seinen Studien zum Ausdruck. Meditative Figuren wie diese, die beim zweiten Verkauf des Künstlerateliers im Dezember 1913 angeboten wird, sind nur sehr selten. Weitere Beispiele sind der Der in Gedanken versunkene Krieger (Paris, Petit Palais), oder Napoleon 1. sitzend und die Büste von Palombella (die Exemplare befinden sich im Musée d'Orsay). Die Studie von Sapho, dessen endgültige Version nicht bekannt ist, gehört wie aus ihrem anderen Titel Sitzende, in Gedanken versunkene Frauzu ersehen ist, zu diesem Register.

Die aus literarischen Quellen schöpfende Bildhauerkunst ist kennzeichnend für das 19. Jahrhundert. So lässt sich erklären, warum das Motiv der Dichterin Sapho im Musée d'Orsay mehrmals auftaucht. Gleich im Hauptschiff sieht der Besucher die Sapho aus Marmor von James Pradier (1852), dort findet man auch einen patinierten Gips aus Terrakotta von Eugène Guillaume (1876) und eine Statuette aus Terrakotta von Jules Desbois (1907). Diese Werke legen Zeugnis davon ab, wie beliebt der neugriechische Stil im Zweiten Kaiserreich war.




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