Alexandre Charpentier
Steinhauer – Maurer

Steinhauer – Maurer, auch Der Stein
Alexandre Charpentier (1856-1909)
Steinhauer – Maurer, auch Der Stein
Zwischen 1894 und 1904
Zweiseitige Plakette aus Gips
H. 27; B. 22,3; T. 2,2 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Tailleurs de pierre - Maçons dit aussi La Pierre

Tailleurs de pierre - Maçons dit aussi La Pierre [Steinhauer – Maurer, auch Der Stein]


Diese Spätreliefs illustrieren, was Charpentier 1894 Edmond de Goncourt anvertraute: „Er wollte Bildhauer werden. In seiner Vorstellung steht der Bildhauer auf einem Gerüst und schlägt mit einem Hammer auf einen Meiβel.“. Und genau das zeigt uns der Künstler hier: auf Steinhauer bearbeiten Männer einen Block grob, während die Maurer von einem Gerüst aus die Steine hinauf befördern.


Diese Reliefs bilden die beiden Seiten der Plakette Der Stein, dem letzten der drei Werke, die 1904 für die Société des Amis de la médaille angefertigt wurden. Die Titel der beiden Seiten waren „a) Steinschnitt; – b) Steintransport“.
Der Aufbau ist bewundernswert: drei Elemente auf der Vorderseite, zwei auf der Rückseite. Die Komposition läuft auf beiden Reliefs im Zentrum zusammen, den Leerraum ringsherum bilden Parallelen. Die Linien verlaufen rechtwinklig zueinander. Nur eine schräge Linie durchbricht diese plastische Strenge.

Die Gesten und Haltungen sind rhythmisch gegliedert und ergänzen einander, sie bilden eine harmonische Choreografie. Charpentiers Reliefs sind zwischen den Darstellungen von Baustellen seines Freundes Maximilien Luce und den Baumeistern von Fernand Léger der 1950er Jahre anzusiedeln.




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