Albert Bartholomé
Tadamasa Hayashi

Tadamasa Hayashi
Albert Bartholomé (1848-1928)
Tadamasa Hayashi
1892
Bronze
H. 25,5; B. 19 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Tadamasa Hayashi

Tadamasa Hayashi


Tadamasa Hayashi (1853-1906) war einer der Ersten der die japanische Kultur in Frankreich bekannt machte. Er kommt 1878 nach Paris, um für den Kunsthändler und Versteigerer Kenzaburô Wakaï auf der Weltausstellung zu dolmetschen. 1883 eröffnet er einen Laden für japanische Kunst, der zahlreiche Kunstliebhaber anlockt. Dank dieser Tätigkeit erhält er Zutritt zu den künstlerischen und literarischen Kreisen.

Vermutlich lernt Albert Bartholomé Hayashi durch Degas kennen. Der ist von der Exotik des Gesichts so fasziniert, dass er schon 1892 mit einem Porträt des Kunsthändlers beginnt. Als Inspirationsquelle dienen ihm Masken des No-Theaters, die damals als einer der Höhepunkte der japanischen Bildhauerkunst gelten. Dank der realistischen Formgebung besticht das Porträt durch seine erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Modell.
1894 wird eine Bronzeausgabe dieses Werks auf dem Salon de la Société nationale des Beaux-arts präsentiert, es ist indes nicht bekannt, ob es sich um das Exemplar des Musée d'Orsay handelt, das sich durch die Qualität des Abgusses und die warme, rote Patina auszeichnet. Degas besaß ein Exemplar der Maske aus Gips.




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