Henri Cros
Turnierpreis

Turnierpreis
Henri Cros (1840-1907)
Turnierpreis
1873
Relief aus polychromem Wachs und Perlen in einem Rahmen aus Schwarzholz
H. 125; B. 109; T. 20 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Gérard Blot / Christian Jean


Isabeau von Bayern

Prix du Tournoi [Turnierpreis]


In der ersten Periode seiner Karriere realisierte Henri Cros Wachsskulpturen von einer großen Raffinesse: Er durchfärbte die gesamte Wachsmasse, bemalte sie und schmückte den Wachs mit Perlen aus. Dabei inspirierten ihn kleine Wachsreliefs und gemalte Porträts der Renaissance.
Oft beziehen sich die von ihm dargestellten Szenen auf Legenden des Mittelalters. Bei diesem Turnierpreis wird eine schöne Frau in Begleitung ihrer Gesellschaftsdamen in der Tribüne dargestellt, während ein Ritter für sie einen Kampf ausficht. Bewundernswert ist ebenfalls die nach der gleichen Technik realisierte Büste der Isabeau von Bayern.

Henri Cros hatte eine Vorliebe für Experimente. Er stammte aus einer Familie von Erfindern. Sein Bruder Charles Cros, ein bekannter Dichter, hatte sich auch als Erfinder des Phonographen und im Bereich der Farbfotografie einen Namen gemacht. Henri Cros lag es am Herzen, alte Techniken, wie die Wachsmalerei durch Nachforschungen in früheren Texten neu zu entdecken. In der zweiten Periode seiner Karriere tauscht er die Wachskunst gegen die Glaspastetechnik ein.  




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