Emile Gallé
Schreibtisch Der lothringische Wald

Der lothringische Wald
Emile Gallé (1846-1904)
Der lothringische Wald
1900
Sumpf-Eiche, Zierleisten und Schnitzereien, Intarsien aus verschiedenen Hölzern
H. 108,5; B. 78,5 ; T. 56 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt


Der lothringische Wald
Der lothringische Wald (Ausschnitt)
Der lothringische Wald (Ausschnitt)
Der lothringische Wald (Ausschnitt)
Der lothringische Wald (Ausschnitt)

Bureau La Forêt lorraine [Schreibtisch Der lothringische Wald]


Dieses Exemplar des Schreibtischs Lothringischer Wald ist sicher eines der schönsten der auf der Weltausstellung 1900 präsentierten Modelle.

Das Stück ist besonders aufschlussreich über den Einfluss des Louis XV-Stils und in diesem Fall auch des Louis XVI-Stils auf die Arbeit Gallés. Die Qualität der verwendeten Materialien und der Ausführung ist ganz hervorragend. Die Marketerieplatte, die Seiten- und Rückwände haben dem Möbel seinen Namen gegeben, denn hier werden die einheimischen, lothringischen Orchideen verherrlicht. Fliegen-Ragwurz und Frauenschuh werden in der für sie typischen Umgebung, Talsohle, Berghang und Unterholz dargestellt. Seiner Vorliebe für Baudelaires Die Blumen des Bösen treu schreibt Gallé in das Furnier des Möbels diese Zeilen aus Einladung zur Reise :
„Sie redeten Dir
geheimnisvoll hier
Die süße Heimatsprache“

Der Schreibtisch Lothringischer Wald wurde 1900 auf der Weltausstellung in Paris gezeigt. Die Qualität seiner Ausführung und sein Entstehungsdatum machen ihn zu einem Musterbeispiel der Gallé'schen Kunsttischlerei.


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