Anonyme
Claude Monet in Giverny

Claude Monet vor seinem Haus in Giverny
Anonym
Claude Monet vor seinem Haus in Giverny
1921
Autochrom
H. 18; B. 24 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt

Claude Monet devant sa maison de Giverny [Claude Monet vor seinem Haus in Giverny]


Dieses Bild wurde im Frühling 1921 für die Zeitung L'Illustration aufgenommen. Das Musée d'Orsay besitzt zwei weitere Autochrome, Der Seerosenteich in Giverny und Der Rosengarten in Giverny, die bei dieser Gelegenheit entstanden.
Die Bilder zeichnen sich durch ihre herausragende Aufnahmequalität, ihr Format und ihr Motiv aus. Es gibt zwar zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos von Monet in Giverny, doch nur sehr wenige Autochrome, obgleich nur die farbgetreue Wiedergabe eine Vorstellung von der Pracht des Gartens von Giverny, dem Spiel der Formen und Nuancen der Pflanzenarten vermitteln kann. Dieses Motiv erfordert mehr als jedes andere Farbe.

Angesichts der Persönlichkeit des Modells ist Claude Monet vor seinem Haus in Giverny von großem dokumentarischen Interesse. Doch nicht nur der Hintergrund und die Entstehung der Aufnahme sind von Bedeutung, das Bild stellt auch für die Geschichte der Fotografie – auf Grund der Wiedergabe der Farben und der Verwendung der Fotografie in der Presse - eine entscheidende Etappe dar. Am 15. Januar 1927, wenige Wochen nach dem Tod des Malers, erscheint in L'Illustration ein Nachruf in Verbindung mit Monet vor seinem Haus in Giverny und Der Seerosenteich.
Das Autochromverfahren, in dem unzählige Farbpunkte nebeneinander gesetzt werden, ist der Technik der impressionistischen und neoimpressionistischen Malerei sehr ähnlich. Mit dieser Ansicht von Monets Garten, den der Maler für seine Gemälde kreierte, gelingt dem Autor des Autochroms eine vollkommene Entsprechung zwischen Motiv und Technik.


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