Arnold Böcklin
Die Jagd der Diana

Die Jagd der Diana
Arnold Böcklin (1827-1901)
Die Jagd der Diana
1896
Öl auf Leinwand
H. 100 ; B. 200 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Die Jagd der Diana

La chasse de Diane [Die Jagd der Diana]


Der Schweizer Maler Arnold Böcklin ist eine der herausragenden Figuren des Symbolismus der deutschsprachigen Länder. Er beschäftigte sich während seiner gesamten Künstlerlaufbahn damit, die Historienmalerei und die von ihm bevorzugten mythologischen Sujets zu erneuern. Als er diese Landschaft ausführt, lebt der Künstler in Italien, dessen antike Kultur ihm eine unerschöpfliche Inspirationsquelle ist. Die Jagd der Diana illustriert übrigens eine Episode der Metamorphosen von Ovid: Akteon verirrt sich während der Jagd und überrascht die Göttin Diana, als sie nackt in einer Quelle badet. Er flieht, merkt aber in Kürze, dass ihn die gekränkte Diana in einen Hirsch verwandelt hat. Er wird von seinen eigenen Hunden aufgefressen.

Böcklin hat diese Legende in einer übernatürlich anmutenden Landschaft dargestellt, einige Details wurden sehr genau behandelt. Man sieht die mit ihrem Bogen bewaffnete Diana in Begleitung mehrerer Jäger. Die blutdürstigen Hunde stürzen sich auf einen am Boden liegenden, von Pfeilen getroffenen Hirsch.

Mit diesem Gemälde aus dem Jahr 1896 knüpft Böcklin an ein Motiv an, das er schon zu Beginn seiner Laufbahn behandelte, als er im Auftrag des Museums von Basel, seiner Heimatstadt, eine großformatige Jagd der Diana ausführte. Folglich verweist dieses nostalgische Werk auf die Jugend des Künstlers, ist zugleich jedoch auch eine letzte Hommage des alten und kranken Malers an die große Tradition der klassischen Landschaft.


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