Ferdinand Hodler
Die Pointe d'Andey, Arvetal

Die Pointe d'Andey, Arvetal (Haute Savoie)
Ferdinand Hodler (1853-1918)
Die Pointe d'Andey, Arvetal (Haute Savoie)
1909
Öl auf Leinwand
H. 67,5; B. 90,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Gérard Blot

La pointe d'Andey, vallée de l'Arve (Haute-Savoie) [Die Pointe d'Andey, Arvetal (Haute Savoie)]


Dieses 1909 entstandene und 1912 unter dem Namen Landschaft in München ausgestellte Gemälde des Schweizer Malers Ferdinand Hodler trägt heute den Namen Die Pointe d'Andey, Arvetal. Die präzise Darstellung des Alpenreliefs ermöglichte die Lokalisierung des Motivs. Bei einer äußerst wirklichkeitsgetreuen Abbildung der Gipfellinie ist der Aufbau des Gemäldes genau durchdacht. Auf anekdotische Elemente wird verzichtet. Es gibt nicht die geringste Spur von Lebewesen.

Drei Wolkenschichten staffeln sich über dem Plateau bis zum Gipfel. Sie unterstreichen die zunehmende Höhe und leiten gleichzeitig ein Formenspiel ein. Die ersten beiden Schichten verlaufen horizontal und parallel zum Boden, die höchste Wolkenschicht folgt der Form des Gebirges. Blauabstufungen sorgen für einen sanften Übergang zwischen dem hellen Fuß und dem dunklen Gipfel des Alpenreliefs. Das Tal wird durch ein zartes Grün signalisiert und der Himmel durch Azurblau. Dieses zur dekorativen Kunst tendierende Gemälde erinnert an japanische Holzschnitte.

Der Maler Ferdinand Hodler ist bekannt für seine großen symbolistischen Kompositionen, die zur Zeit der Wende zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert die Wiederbelebung der deutschen, österreichischen und schweizerischen Wandmalerei prägen.


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