François Garas
„Mein kleines Haus”

„Mein kleines Haus”, Ostfassade bei Nacht
François Garas (1866-1925)
„Mein kleines Haus”, Ostfassade bei Nacht
1909
Pastell, Bleistift und Gouachehöhungen
H. 48,5; B. 76 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt


Mein kleines Haus, Westfassade, bei Sonnenaufgang
Mein kleines Haus, Südfassade, im Schnee
Mein kleines Haus, Nordfassade, bei Sonnenuntergang

"Ma petite Maison", façade est, nuit [„Mein kleines Haus”, Ostfassade bei Nacht]


Als François Garas 1909 auf dem Salon de la Société nationale des beaux-arts sein Beethoven gewidmetes, umfassendes Projekt Tempel zu Ehren des Gedankens präsentiert, das aus einem Modell, einem Gemälde und zahlreichen mit Aquarell und Pastell gezeichneten Entwürfen besteht, fügt er dieser Komposition ein Modell und Zeichnungen bei, die ein kleines Haus darstellen, das er schon seit seinen ersten Ausstellungen plant: Mein kleines Haus

Es steht auf dem Hang des Tempels und ist für die Menschen bestimmt, die sich von den Zwängen und Sehnsüchten des alltäglichen Lebens abwenden und ist Ausdruck ihres Trachtens: nach dem Unendlichen, Idealen und Absoluten streben, anspruchslos und ohne materielle Bedürfnisse leben. Er gibt seiner Einsendung eine erläuternde Broschüre bei, in der er Mein kleines Haus folgendermaßen beschreibt: „Ich stelle mir vor, dass es am Fuß der Ausläufer des Tempels zu Ehren des Gedankens steht, von ihm beschützt wird und als Antithese meiner zwei Kompositionen den Traum des Dichters versinnbildlicht: „Den Traum der großen Dinge mit der Ruhe eines bescheidenen Lebens verbinden.”


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