Gustave Serrurier-Bovy
Dreiteiliger Wandschirm

Dreiteiliger Wandschirm
Gustave Serrurier-Bovy (1858-1910)
Dreiteiliger Wandschirm
1899 entworfenes Modell
Mahagoni, poliert, Weißglas, Buntglas, Stoffdrucke und marmoriertes Glas
H. 159; B. 180 ; Stärke 3 cm.
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Paravent à trois feuilles
Paravent à trois feuilles
Paravent à trois feuilles

Paravent à trois feuilles [Dreiteiliger Wandschirm]


1899 eröffnet der Lütticher Innenarchitekt Gustave Serrurier-Bovy ein Geschäft in der Rue de Tocqueville im XV. Arrondissement von Paris, um seinen Kreationen einen besseren Absatz zu sichern. Sein französischer Kollege und künftiger Autor des berühmten Pavillon bleu der Weltausstellung von 1900, René Dulong, unterstützt ihn finanziell.

Diese Filiale funktioniert nach dem gleichen Prinzip, wie die Geschäfte Serruriers in Lüttich und Brüssel. Der Kunde wird in Verkaufsräumen empfangen, die wie private Wohnräume eingerichtet sind.

Das Schlafzimmer, zu dessen Ausstattung der Wandschirm gehört, ist heute komplett im Musée d'Orsay wieder aufgebaut. Es gab vermutlich zwei mögliche Varianten, den unteren Teil des Wandschirms zu gestalten. Je nach Wunsch des Kunden konnte er mit einem, zur Garnitur des Bettes und der Wände passenden Stoff, oder aber schlicht mit weißem Glas versehen werden.

Der Kritiker Gustave Soulier hatte schon auf das Objekt aufmerksam gemacht: „Man sollte diesem schönen Wandschirm einen besonderen Platz zuweisen; er ist ein echtes Kunstwerk ( ... ) Die untere Hälfte ist mit Stoff bespannt, während oben auf den Glasscheiben Schmetterlinge und Libellen herum zu fliegen scheinen. Herr Serrurier hat die Insekten nicht nur meisterhaft gezeichnet, sondern auch gekräuseltes, in Regenbogenfarben schillerndes, und wie Achat marmoriertes Glas bestens zur Geltung gebracht.“


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