Paul Cézanne
Äpfel und Orangen

Äpfel und Orangen
Paul Cézanne (1839-1906)
Äpfel und Orangen
Um 1899
Öl auf Leinwand
H. 74; B. 93 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé LewandowskiRMN (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Pommes et oranges [Äpfel und Orangen]


Cézanne malte zwar schon zu Beginn seiner Karriere Stillleben, doch diese Gattung spielt erst auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Tätigkeit, der Periode, während der Äpfel und Orangen entstand, eine wichtige Rolle.
Das Gemälde gehört zu einer Serie von sechs Stillleben, die er 1899 in seinem Pariser Atelier ausführt. Auf den verschiedenen Bildern findet man tatsächliche dieselben Details: Steingutgeschirr, Krug mit Blumenmuster. Auch der Aufbau ist ähnlich: das Tuch, das die Perspektive versperrt und das an die flämischen Stillleben des 17. Jahrhunderts erinnert. Die Dynamik der komplexen Raumaufteilung und die subjektive Darstellung der Gegenstände sind vor allem charakteristisch für Cézannes Malkunst.
Cézannes rigorose plastische Sprache erneuert die seit Chardin unveränderte traditionelle Gattung der französischen Malerei von Grund auf. Äpfel und Orangen zeichnet sich durch seine moderne, prächtige Darstellung aus und gilt als das bedeutendste Stillleben des Künstlers am Ende der Jahre 1890.


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