Eugène Hénard et Edmond Paulin
Weltausstellung 1900

Weltausstellung 1900, Elektrizitätspalast, Wasserschloss und Palast der Mechanik und der chemischen Industrien
Eugène Hénard (1848-1923) und Edmond Paulin (1848-1915)
Weltausstellung 1900, Elektrizitätspalast, Wasserschloss und Palast der Mechanik und der chemischen Industrien
1898
Bleigriffel, Tinte, Aquarell und Gouache
H. 52,5; B. 88 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Weltausstellung 1900, Elektrizitätspalast, Wasserschloss und Palast der Mechanik und der chemischen Industrien


Der Elektrizitätspalast gegenüber des Eiffelturms am Ende des Champ de Mars war das Prunkstück der Weltausstellung von 1900. Der von dem für seine Städtebauprojekte in Paris bekannten Architekten und Theoretiker Eugène Hénard entworfene Palast beherbergte in der großen Halle aus Eisen und Glas Beispiele für verschiedene Anwendungsbereiche der Elektrizität. Er versorgte ebenfalls die umliegenden Paläste mit Strom. Im Jahrbuch der Ausstellung kann man daher Folgendes lesen: „Sollte aus irgendeinem Grund der Elektrizitätspalast nicht mehr funktionieren, käme die ganze Ausstellung außer Betrieb [ ... ]. Im Elektrizitätspalast wird ja die ganze Energie, die man für die Beleuchtung und das Betreiben der verschiedenen Ausstellungsorgane benötigt, hergestellt.“

Das riesige Wasserschloss des Architekten Edmond Paulin diente als Fassade. Es war ein ganz erstaunlicher, luftiger Dekor: „Ein Diadem, ein geöffneter Fächer, ein Rad schlagender Pfau“. Aus seiner Mitte ergoss sich ein gewaltiger Wasserfall und auf dem Gipfel thronte der Geist der Elektrizität, eine mehr als sechs Meter hohe Statue. Nachts strahlte das Ganze im Glanz tausender bunter Lichter.

Diese erstaunliche Konstruktion wurde 1898 auf der Grundlage untenstehender Zeichnung vom Minister für Handel, Industrie, Post und Telegrafie bewilligt. Sie übermittelt uns den endgültigen Zustand der beiden Paläste.


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