Alphonse Gosset
Theater von Reims

Theater von Reims
Alphonse Gosset (1835-1914)
Theater von Reims
Zwischen 1866 und 1873
Feder und Tinte, Aquarell, Höhungen mit weißer Gouache
H. 75; B. 90,7 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Gérard Blot

Théâtre de Reims, façade principale, élévation [Theater von Reims]


Der Gewinner des 1866 zur Errichtung des Theaters von Reims organisierten Wettbewerbs ist Alphonse Gosset, der in der Ecole des Beaux-Arts bei seinem Vater Pierre-Louis Gosset und Charles Questel ausgebildet wurde. Er hatte sich in Reims niedergelassen und baute zahlreiche öffentliche Bauwerke (Justizpalast, Post- und Telegrafenamt, Hospiz, Waisenhaus, Rathaus, Schulen), sowie zahlreiche Gebäude für Champagnerfirmen wie beispielsweise für die Firma Pommery im Jahr 1901, viele Villen, Gehöfte, Schlösser.

Das Theater von Reims wird am 3.Mai 1873 eingeweiht. Als Vorbild diente die Oper von Paris von Charles Garnier, deren Einfluss man insbesondere in der Abstufung des Daches (Foyer, Saal, Bühne) und in der Gestaltung und im Dekor der Fassade erkennen kann. Das Theater umfasst 1200 Plätze. Gosset ist ein Meister architektonischer Programme dieser Art. Er veröffentlicht 1866 ein bedeutendes Werk: Abhandlung zum Bau von Theatern.
Durch die Bombardierungen, denen die Stadt Reims im September 1914 ausgesetzt ist, nimmt das Theater großen Schaden: Kronleuchter und Kuppel stürzen ein. Ein Brand verschlimmert den Zustand des Bauwerks und bei Kriegsende bleibt nur noch die Fassade übrig. Die nach dem Krieg begonnenen Restaurierungsarbeiten werden 1931 abgeschlossen, doch die Innenräume des Theaters sind sichtbar verändert. Diese großformatige Zeichnung gibt den Originalzustand eines der symbolträchtigsten Monumente der Stadt wieder.


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