The Modern Woman, Daughters and Lovers

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2012

Pastell
Edgar DegasSitzende Tänzerin© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski
Die grafische Sammlung des Musée d’Orsay zeichnet sich durch ihre Vielfalt und Einzigartigkeit aus. Rund hundert Werke, von denen mehr als ein Drittel seit über zwanzig Jahren nicht mehr öffentlich präsentiert wurde, vermitteln einen Einblick in die gesellschaftliche und künstlerische Entwicklung im Zweiten Kaiserreich. Bekannte und weniger renommierte Künstler knüpfen Freundschaften miteinander, tauschen bei ihren Begegnungen in den Pariser Cafés, auf gemeinsamen Ausstellungen – bei Kunsthändlern oder privaten Galerien, die sich damals allmählich entwickeln –, während ihrer Aufenthalte in der Provinz bei dem einen oder anderen Künstler oder auf gemeinsamen Reisen ihre Erfahrungen aus. Der Künstler wird zum Zeitzeugen, der vollkommen neuartige Bilder kreiert. Die realistische Darstellung steht im Zentrum seines Schaffens.

Sein Interesse gilt insbesondere der Frau. Er wendet sich von dem Motiv der Göttin oder Prinzessin ab und beschäftigt sich in seinen Studien und Beobachtungen mit der Pariserin, Bäuerin, Ehegattin und Mutter… Junge oder alte Frauen, Aristokratinnen oder Frauen der Bourgeoisie, Frauen aus der Stadt und vom Land, Szenen aus dem alltäglichen Leben, die sich bisweilen durch ihre schonungslose Darstellungsweise auszeichnen.

Sowohl Maler als auch Bildhauer experimentieren mit neuen Techniken: Feder, Bleistift, Lavierung, Aquarell, Rötel, kostbare Pastelle. Die Werke sind so empfindlich, dass sie bisher noch nicht außerhalb von Paris und des Musée d’Orsay präsentiert wurden.

Ausstellungsleitung

Guy Cogeval Président der Musées d'Orsay und de l'Orangerie

Kuratorin

Isabelle Julia, Generalkonservatorin, Leiterin der Abteilung für grafische Künste im Musée d'Orsay

25 März - 25 Juni 2012

Queensland Art Gallery, Brisbane, Australien


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