Victor Baltard (1805-1874). Eisen und Pinsel

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2012

AnonymDie Hallen, Ansicht von der Empore der Kirche Saint-Eustache aus© Musée d'Orsay / Sophie Boegly
Mit dem Namen Baltard verbinden die Pariser noch immer einen symbolträchtigen, heute jedoch verschwundenen Ort der Hauptstadt: die Pariser Hallen. Diesem gewaltigen Bauwerk aus Glas und Metall, das so viele Nachahmer fand, verdankte der Architekt sein großes Ansehen. Doch er stieß auch auf Unverständnis und einige Historiker gingen gar soweit, ihm die Urheberschaft dieses Projekts abzusprechen.
Baltard, eine vielschichtige und ambivalente Persönlichkeit, schwankte zeitlebens zwischen der künstlerischen Dimension seines Berufs und dem Drang nach neuen Techniken.

Zielsetzung dieser Ausstellung ist es, Zeugnis davon abzulegen, dass diese beiden Anliegen nicht gegensätzlich sind, sondern seine Kreativität gleichermaßen inspirierten. Es werden Werke sehr unterschiedlicher Natur präsentiert (Architekturzeichnungen, Modelle, alte Fotografien, Druckgrafiken, Gemälde, Möbel, Glasmalereien, usw.), die die beiden Facetten Baltards illustrieren: den Künstler, der Ingres und Flandrin nahe stand und der die Ausschmückung der Pariser Kirchen und des Hôtel de Ville leitete, den Baumeister, der mit Vorliebe Metall verwendete und gemeinsam mit Haussmann das neue Gesicht der Hauptstadt entwarf.

Ausstellungsleitung

Alice Thomine-Berrada, Konservatorin im Musée d'Orsay unter der Mitarbeit von Isabelle Loutrel, Konservatorin der geschichtlichen Denkmäler der Direktion für kulturelle Angelegenheiten der Region Champagne-Ardennes

Diese Ausstellung wurde dank der Unterstützung von Rungis Marché International

16 Oktober 2012 - 13 Januar 2013
Musée d'Orsay

Zutritt mit Eintrittskarte ins Museum



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