AnonymSchachpartie© Musée d'Orsay, dist. RMN / Patrice Schmidt
Als Kontrapunkt zur Ausstellung der englischen Kalotypie, dem ersten Verfahren auf Papier, das von William Fox Talbot entwickelt wurde, widmet sich diese Ausstellung der Ästhetik der Daguerreotypie. Im Gegensatz zur Kalotypie, das die Vervielfältigung von einem Negativ möglich macht, liefert die Daguerreotypie nur ein Unikat auf einer Metallplatte. Das Ergebnis sind positive und negative Bilder zugleich, die sehr nuanciert sind und sich auf Grund ihres Trägers durch ihren Spiegelglanz auszeichnen.
Anhand der vielfältigen Themen wird deutlich, dass sich Daguerres Erfindung in Frankreich großer Beliebtheit erfreute – wenn auch nur für kurze Zeit. Die Hängung präsentiert die umfangreiche Daguerreotypie-Sammlung des Musée d'Orsay, zu der seit Beginn 2000 zahlreiche neue Stücke hinzugekommen sind.
Ausstellungsleitung
Dominique de Font-Réaulx, Konservatorin im Musée d'Orsay, mit der Unterstützung von Joëlle Bolloch, Dokumentarin im Musée d'Orsay.