Der Zoo von Orsay

ARCHIV
2008

Gemälde
Pierre BonnardDie weiße Katze© ADAGP, Paris © RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski
Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts widmen sich die Künstler mit zunehmender Begeisterung der Darstellung von Tieren. Diese Entwicklung wird durch die Entstehung zahlreicher Menagerien und öffentlicher Tiergärten, die kolonialen Eroberungen und Forschungsreisen jener Zeit gefördert.

Die Anfangszeit zeichnet sich durch einen naturalistischen Stil aus. Die Künstler setzen ihre Anatomiekenntnisse um und geben sehr detaillierte Darstellungen der Tiere. Im 20. Jahrhundert wird die Kunst stilisierter. Die Tiere von Pompon haben weder Fell noch Feder, ihre Oberfläche ist glatt. Sie werden zu Silhouetten, zu Formen- und Volumenspielen. Der Weg ist frei für die extremen Vereinfachungen eines Brancusi. Die in der Anfangszeit geringgeschätzte Tierdarstellung erlangt nun eine gewisse Anerkennung. 1908 widmet sich eine erste Ausstellung diesem Thema und 1913 wird die Société des artistes animaliers français gegründet.

Die sechsundneunzig Exponate aus dem Musée d’Orsay und die Sammlungen des Museums von Roubaix veranschaulichen die Entwicklung der Beziehungen zwischen Mensch und Tier in den Jahren 1830 bis 1930.


Ausstellungsleitung

Emmanuelle Héran, Konservatorin im Musée d'Orsay, Bruno Gaudichon, Hauptkonservator des Kulturerbes, Leiter von La Piscine-musée d'art et d'industrie André-Diligent (Kunstgewerbemuseum) in Roubaix.

Organisation der Ausstellung: Musée d'Orsay und La Piscine-Musée d'Art et d'Industrie André-Diligent in Roubaix, mit der Unterstützung der Gruppe BSD-CIN.

Die Ausstellung wird vom 1. März bis 25. Mai 2008 in La Piscine-Musée d'Art et d'Industrie André-Diligent, Roubaix, gezeigt.

1 März - 25 Mai 2008

Roubaix, La Piscine-Musée d'Art et d'Industrie André-Diligent


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