Alexandre Charpentier (1856-1909). Naturalismus und Art Nouveau

ARCHIV
2008

Alexandre CharpentierHolztäfelung eines Speisezimmers© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Levandowski
Alexandre Charpentier ist zwar nicht so berühmt wie Gallé, Guimard oder Gaudi, er trug jedoch erheblich zur Entwicklung des Art Nouveau bei. Seine Karriere währt nur kurz, nur zwanzig Jahre liegen zwischen seinem ersten Erfolg auf dem Salon 1883 und seinem letzten Werk 1905.

Der französische Bühnenautor André Antoine und der belgische Rechtsanwalt Octave Maus stehen dem Künstler zur Seite. 1887 entwirft Charpentier die Programme für das von Antoine gegründete Théâtre libre und fertigt Porträts seiner Schauspieler, Autoren und Kunstliebhaber. Charpentier wird 1890 auf dem Salon des XX in Brüssel als innovativer Künstler anerkannt.

Doch sein Ansehen verdankt er insbesondere dem 1890 gegründeten Salon dissident de la Société nationale des Beaux-Arts (Künstlervereinigung, die sich vom offiziellen Salon abspaltete). Auf Anregung Dalous wird schon 1891 eine Abteilung für Kunstgewerbe gegründet. Charpentier wird dort seine vielseitigen Kreationen ausstellen. Er versucht sich an allen Materialien und verwendet alle möglichen Techniken: Gips, Marmor, Bronze, Gold, Silber, Zinn, Zink, Steinzeug, Fayence, Glasmalerei, Mosaik, druckgrafische Techniken, Farbsteindruck, gaufriertes Papier, Tapete und natürlich Malerei und Zeichnung.

Charpentier war auch ein ausgezeichneter Porträtist, er stellt mehr als fünfhundert Persönlichkeiten seiner Zeit auf Medaillen dar. Sein Wirken ließ diese Kunst wieder aufleben.

Ausstellungsleitung

Emmanuelle Héran, Konservatorin im Musée d'Orsay , Marie-Madeleine Massé, Referentin für dokumentarische Studien im Musée d'Orsay.

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Musée communal des Beaux-Arts von Ixelles organisiert

22 Januar - 13 April 2008
Musée d'Orsay

Räume 68 und 69


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