Gegenüberstellungen Musée d'Orsay / Moderne Kunst

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2007
Jannis Kounellis / Jean-François Millet

Jannis KounellisSans Titre© ADAGP, Paris © Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt
Jannis Kounellis wurde 1936 in Griechenland geboren; er lebt und arbeitet in Italien. Seit Ende der 1950er Jahre ist er eine der herausragenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen Kunst. Er steht in Verbindung zu der Bewegung Arte Povera - der Begriff wurde von dem Kunstkritiker Germano Celant geprägt. Die Arte Povera ist eher Ausdruck einer inneren Haltung als einer künstlerischen Strömung. Sie hebt die gesellschaftlichen Konventionen auf revolutionäre Art und Weise auf. Kounellis beschäftigt sich mit der Beziehung Natur/Kultur und mit den Interaktionen zwischen organischen, mineralischen und tierischen Materialien (Kohle, Milch, Stein, Holz) und lebenswichtigen Elementen (Luft und Feuer). Im Zentrum seiner poetischen Sprache steht das Sakrale, das Mysterium. Kounellis greift auf die Tradition berühmter Maler (Caravaggio, Munch, De Chirico, die Kubisten, usw.) zurück und wählt den Angelusläuten von Millet aus.

Ausstellungsleitung

Serge Lemoine, Präsident des Musée d'Orsay unter der Mitarbeit von Olivier Gabet, Konservator im Musée d'Orsay.

16 Oktober 2007 - 6 Januar 2008
Musée d'Orsay

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