Der Wald von Fontainebleau. Eine Werkstatt in Lebensgröße. Von Corot bis Picasso

ARCHIV
2007

Têtière
Camille CorotUn artiste passant dans un chaos de rochers© Musée d'Art et d'Histoire de Neuchâtel
Vom Ende des 18.Jahrhunderts an begeben die Künstler sich in den Wald von Fontainebleau, um dort die ersten naturgetreuen Studien zu machen. Je mehr sich die Malerei im Freien entwickelt, desto mehr Maler der Schule von Barbizon und anschließend Impressionisten nähern sich hier ihrem Motiv und machen aus diesem Wald den meist besuchten Ort der Welt der Künstler im 19. Jahrhundert. Dieser Erfolg hat die Entstehung hunderter von Werken zur Folge, an denen man die Entwicklung der Landschaftskunst im Lauf der Zeit ablesen kann.


Über die Zusammenstellung von Werken der größten Künstler von Corot bis Picasso hinaus, gibt diese Ausstellung auch die Gelegenheit, sich über die Gründe Gedanken zu machen, die diesen Wald zu einem Anziehungspunkt für Maler und Fotografen, aber auch für Schriftsteller und Dichter machten. Es geht also darum, über die Bande nachzudenken, die das ganze 19. Jahrhundert lang die Künstler so tief mit diesem wirklich besonderen Ort verbunden haben. Die Künstler nähren sich von dem „Geist der Stätte“ und verändern das Bild, das man von ihr hat. Nachdem die Maler sich den romantischen Wald der Schriftsteller zu eigen gemacht haben, tragen sie dazu bei, den Ort neu zu erfinden, als Vorspiel sozusagen, zu der offiziellen Anerkennung als „künstlerisches Schutzgebiet“, die 1874 stattfindet, als Fontainebleau das erste Naturschutzgebiet der Welt wird.

Ausstellungsleitung


Chantal Georgel, Chefkonservatorin im Musée d'Orsay.


Ausstellung in Koproduktion mit La Réunion des Musées Nationaux.

6 März - 13 Mai 2007
Musée d'Orsay

Großer Ausstellungsraum

 


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