Léon Spilliaert: Selbstbildnissen

ARCHIV
2007

Léon Spilliaert (1881-1946)
 Portrait de l'artiste par lui-même [Selbstporträt des Künstlers]
 1903
 Graphitstift, Feder und Pinsel, schwarze und braune Tinte
 H. 27,4; B. 27,2 cm
 Paris, Musée d'Orsay, wird in der Abteilung für grafische Künste im Louvre aufbewahrt
Léon SpilliaertSelbstporträt des Künstlers© ADAGP, Paris © RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Thierry Le Mage
Spilliaert (1881-1946) ist der Mann der beängstigenden Einsamkeit, der Halluzinationen ausgesetzten Gesichter, der unendlichen Perspektiven, der rätselhaften Silhouetten. Das Originelle seiner Interpretationen erscheint schon in den düsteren Tuschezeichnungen seiner ersten Jahre, mit denen er intensive Selbstbeobachtung betreibt und die zu den berühmten visionären Selbstporträts führen. Er pflegt die Geistesverwandtschaft zu seinen Zeitgenossen: Emile Verhaeren, Maurice Maeterlinck, Odilon Redon, Edouard Vuillard, James Ensor... Sein Werk ragt weit über den Horizont des Symbolismus hinaus, obwohl er den Einflüssen der „Fin-de-sciècle-Athmosphäre“ ausgesetzt ist.


Während seiner ganzen Karriere überrascht Léon Spilliaert. Er ist ein Künstler der Verwirrung und erfindet einen „Symbolismus der inneren Nacht“, welcher die belgische Kunst bis ins 20.Jahrhundert hinein beeinflusst.

Ausstellungsleitung

Dr. Anne Adriaens-Pannier, Konservatorin der Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique und Marie-Pierre Salé, Konservatorin im Musée d'Orsay


Ausstellung in Zusammenarbeit mit den Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique, dort vom 21. September 2006 bis zum 3. Februar 2007 ebenfalls zu sehen.

6 März - 27 Mai 2007
Musée d'Orsay

Räume 9 und 10

Galerie für grafische Künste


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