Alexandre Charpentier (1856-1909). Naturalismus und Art Nouveau

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2008

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Gemälde
Alexandre CharpentierDie Putzmacherin© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Gérard Blot
"Ein schöneres, harmonischeres und intensiveres Leben"

Charpentier schuf zahlreiche Bilder von Handwerkern mit ihrem Werkzeug. Er stellte gern eine präzise Bewegung dar, bei der die entsprechenden Muskeln deutlich hervortreten. Seiner Meinung nach sollte sich der Künstler nicht nur mit dem Entwurf beschäftigen, sondern er sollte auch selbst Hand anlegen. Folglich begab er sich in die Werkstätten und machte sich mit den Berufen vertraut.
Erinnert sich Charpentier etwa wehmütig an die Gilden? Er träumt von „einem schöneren, harmonischeren und intensiveren Leben“ (Interview mit Gabriel Mourey 1902). Diese Aussage offenbart Charpentiers Idealismus. Er war ein Mensch tiefer Überzeugungen. Er setzte sich für Alfred Dreyfus ein, nahm an der Bewegungen der sogenannten „sozialen Kunst“ teil, war Mitglied zahlreicher Vereine. Sein anarchistisches Engagement an der Seite seiner Freunde, die der neoimpressionistischen Gruppe angehörten (Luce, Pissarro, Signac, Fénéon..), ist aufrichtig. In seinen Interviews und in den Artikeln der Gruppe Die Kunst in allemdie er 1896 gegründet hatte, drückt er seine Absicht aus, die Kunst allen zugänglich zu machen.

Kommodenschrank
Alexandre CharpentierKommodenschrank© Musées royaux d'Art et d'Histoire, Bruxelles

Seine Kunst und Fantasie machen vor nichts halt. Er lehnt die etablierte Hierarchie zwischen den Schönen Künsten – der Malerei und der Bildhauerei – und den als „niedriger“ eingestuften dekorativen Künsten ab. Er haucht nützlichen Gegenständen Schönheit ein und macht sie für alle erschwinglich, ohne jemals seine Originalität einzubüßen.

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