Jenseits des Impressionismus. Meisterwerke des Musée d'Orsay

Paul Cézanne
 (1839-1906)
 Baigneurs [Badende]
 Um 1890
 Öl auf Leinwand
 H. 60; B. 82 cm
 Paris, Musée d'Orsay, Schenkung von Baronin Eva Gebhard-Gourgaud, 1965
Paul CézanneBadende© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski
1910, vor knapp einem Jahrhundert, organisierte der Maler und Kunstkritiker Roger Fry in London die Ausstellung Manet and the Post-impressionists, die eindeutig den Impressionismus von der ästhetischen „Revolution”, die die Maler Cézanne, Gauguin, Seurat und Van Gogh eingeleitet hatten, abgrenzte.
Der Impressionismus gilt nun als eine unvollständige Malerei ohne Sujet, der es verglichen mit der fantasievollen und konzeptuellen Malerei des „Postimpressionismus” – der Begriff wurde von Fry geprägt - an Moderne fehlt.

Jenseits des Impressionismus hinterfragt diese Vorstellung, die noch in der heutigen Zeit Bestand hat. Die Recherchen von Monet, Degas und Renoir wirken sich auf die jungen Generationen aus. Sie verfolgen aufmerksam die Initiativen der Älteren. Man darf auch Seurats Verbindung zu den Beaux-Arts nicht vergessen oder Van Goghs Bewunderung für Bastien-Lepage oder Gauguins romantisches Erbe, das bis zu seinem Rückzug nach Tahiti den Mittelpunkt seines Schaffens bildete. Die Ausstellung schildert auch die Entstehung des Symbolismus als eine eigenständige Bewegung und die Begegnung um 1900 zwischen der Avantgarde und der Renaissance der dekorativen Bildsprache anhand von Werken von Bonnard und Vuillard. Eine ganze Epoche, die bisher abgegrenzt war, wird aus einem neuartigen Blickwinkel betrachtet.

Ausstellungskommissare

Paris : Guy Cogeval, Präsident des Musée d'Orsay, Stéphane Guégan und Sylvie Patry, Konservatoren im Musée d’Orsay
Canberra : Christine Dixon, Konservator in der National Gallery of Australia
Tokyo : Mitsue Nagaya, Konservator im National Art Center
San Francisco : John E. Buchanan, Direktor des Fine Arts Museums of San Francisco

Präsentation der Ausstellung in :
Canberra, National Gallery of Australia, 4. Dezember 2009 – 18. April 2010
Tokyo, National Art Center, 26. Mai – 16. August 2010
San Francisco, Fine Arts Museums - De Young, 25. September – 18. Januar 2011


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