Das obskure Objekt der Begierde. Rund um Der Ursprung der Welt

Gustave Courbet
 (1819-1877)
 L'origine du monde [Der Ursprung der Welt]
 1866
 Öl auf Leinwand
 H. 46; B. 55 cm
 Paris, Musée d'Orsay
Gustave CourbetDer Ursprung der Welt© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski
Der Ursprung der Welt (Musée d'Orsay)blieb zu Lebzeiten Gustav Courbets im Verborgenen und war der Öffentlichkeit praktisch unbekannt. Dieses zwiespältige Werk, das als nicht einstufbar gilt, hat eine faszinierende und gleichzeitig verstörende Wirkung.

Diesem Gemälde, das nur selten außerhalb seines Museums gezeigt wird, widmet das Musée Courbet in Zusammenarbeit mit dem Musée d'Orsay erstmals eine Ausstellung. Zu diesem Anlass wird der Besucher dazu angeregt, sich mit dem Blick der Künstler auf das weibliche Geschlechtsorgan auseinanderzusetzen.

Über die hochinteressante und originelle Entstehungsgeschichte dieses bedeutenden Werkes hinaus beleuchtet die Ausstellung ebenfalls die künstlerische Darstellung des weiblichen Geschlechtsorgans, von der Renaissance bis in die Gegenwart, wenn dieses als eigenständiges Subjekt behandelt wird.
Die Darstellung setzt auf eine Inszenierung des Blicks, je nachdem ob dieser nun erotischer, wissenschaftlicher, poetischer oder symbolischer Natur ist. Ein Abschnitt der Ausstellung vereint verschiedene Werke, die als Hommage an das Gemälde von Courbet von modernen Künstlern geschaffen wurden. Die Gegenüberstellung von Gemälden verschiedener Kunstepochen und Maltechniken zeugt von der reichhaltigen permanenten künstlerischen Erforschung dieses Themas.

Insgesamt sind 70 Werke (Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, Gravuren...), davon 10 Leihgaben des Musée d'Orsay, rund um Der Ursprung der Welt versammelt. Einige stammen aus Privatsammlungen und wurden noch nie zuvor öffentlich ausgestellt. Der Ursprung der Welt ist u.a. von folgenden Werken umgeben: Iris -die Götterbotin von Auguste Rodin (Privatsammlung), die als bildhauerisches Pendant zum gemalten Motiv von Courbet gilt, oder auch Die Muschel von Odilon Redon (Musée d'Orsay).
Ebenfalls gezeigt werden Werke von Albrecht Dürer, Edgar Degas, Auguste Rodin, Georges Lacombe, Jean-Auguste-Dominique Ingres, Louise Bourgeois, André Raffray, André Masson…


Ausstellungsleitung

Frédérique Thomas-Maurin, leitender Konservator des Musée Gustave Courbet
Julie Delmas, stellvertretende Konservatorin, Musée Gustave Courbet
Elise Boudon, Assistentin/Konservierung, Musée Gustave Courbet

Wissenschaftliches Kuratorium

Antoinette Le Normand-Romain, Generaldirektor des Institut national d'histoire de l'art
Isolde Pludermacher, Konservatorin Malerei, Musée d'Orsay
Thierry Savatier, Kunsthistoriker

Die Ausstellung wird vom Musée Courbet organisiert, mit der Unterstützung des Musée d'Orsay.

7 Juni - 1 September 2014

Ornans, musée Courbet


Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter