Bei dieser Gelegenheit entstehen Porträts von allen Gesellschaftsschichten: Fantin-Latour malt streng anmutende Porträts von Familien der Bourgeoisie, Renoir widmet sich der eleganteren Bourgeoisie und deren Freizeitvergnügungen, Klavier spielenden jungen Frauen der guten Gesellschaft, auf den Straßen flanierende Prostituierte ziehen das Interesse von Degas, Toulouse-Lautrec oder Steinlen auf sich, deren Blick frei von jeglichem moralisierenden Urteil ist, und im Falle von Toulouse-Lautrec gar von Einfühlsamkeit zeugt.
Doch auch der Ruf der Natur, der Wunsch der Stadt zu entfliehen sind spürbar…. Dieselben Künstler wenden sich in der Umgebung von Paris „natürlicheren” Motiven zu (Monet, Bazile, Renoir, Sisley in Fontainebleau, Monet in Argenteuil, Pissarro in Pontoise…) Auf der Suche nach neuen künstlerischen Abenteuern begeben sie sich nach Südfrankreich (Van Gogh, Gauguin und Cézanne) oder in die Bretagne (Gauguin, Bernard), während die Nabis Interieurs den Vorzug geben.
Kuratorin
Caroline Mathieu, Chefkonservatorin im Musée d'OrsayDie Ausstellung wird :
vom 4. August bis 7. Oktober 2012 in São Paulo, CCBB,
vom 22. Oktober bis 6. Januar 2013 in Rio de Janeiro, CCBB,
präsentiert



![Edouard Manet
(1832-1883)
Le fifre [Der Querpfeifer]
1866
Öl auf Leinwand
H. 160; B. 97 cm
Paris, Musée d'Orsay, Vermächtnis Graf Isaac de Camondo, 1911](typo3temp/pics/16064631c7.jpg)


