Turner, Whistler, Monet

Claude Monet
 (1840-1926)
 Londres, le Parlement. Trouée de soleil dans le brouillard [London, das Parlament. Die Sonne bricht durch den Nebel]
 1904
 Öl auf Leinwand
 H. 81; B. 92 cm
 Paris, Musée d'Orsay, Vermächtnis Graf Isaac de Camondo, 1911
Claude MonetLondon, das Parlament. Die Sonne bricht durch den Nebel© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski
Die Beziehung der drei Künstler begann in London im Jahr 1871.

Claude Monet (1840-1926) flieht in diesem „furchtbaren Jahr“ in die englische Hauptstadt. Dort entdeckt er die Werke Turners (1775-1851), insbesondere die aus dem Vermächtnis Turners stammenden, die damals ausgestellt werden, sowie die ersten Nocturnes von Whistler (1834-1903), der schon sehr früh von den Landschaften des englischen Meisters angezogen wurde. Es ist möglich, dass Monet die im selben Jahr ausgestellten Themse Radierungen von Whistler gesehen hat.

Die Originalität Turners trägt zum Verständnis der Whistler Kompositionen und zur Entwicklung einer neuen Kunstströmung, dem Impressionismus, bei.

Monets erste Themse-Ansichten aus dem Jahr 1871, die in Nebel getauchte Themse, seine ersten Gemälde vom Parlament werden späteren Werken der berühmten Reihe von „Themsebildern“ wie die Brücken von Waterloo, Charing Cross... gegenübergestellt. Die gleichzeitige Präsentation von Monets Gemälden, Whistlers Radierungen und Turners Gemälde und Aquarelle von seiner Londoner Zeit bis Venedig, seiner letzten Etappe, ist sehr aufschlussreich.

In diesen poetischen Dialog ergreifender und elegischer Werke fügen sich harmonisch die Bilder von Ruskin und Mallarmé ein. Auf den Realismus und Impressionismus folgt der Symbolismus „die Malerei der Seele und der Ideen“.

Wissenschaftlicher Ausschuss


Katharine Lochnan, Senior Curator at the Art Gallery of Ontario, Toronto
Sylvie Patin, Chefkonservatorin im Musée d'Orsay, Paris
Alison Smith, Senior Curator of Exhibitions at the Tate Gallery, London
Ian Warrell, Curator of British Art at the Tate Gallery, London
John House, Professor für Kunstgeschichte im Courtauld Institute of Art, London

Die Ausstellung wurde vom 12.Juni bis 5. September 2004 in der Art Gallery of Ontario von Toronto und vom 12. Februar bis 15. Mai 2005 in der Tate Gallery (Tate Britain) in London gezeigt

Die Ausstellung wurde im Rahmen des hundertjährigen Jubiläums der Entente Cordiale zwischen Grobbritannien und Frankreich veranstaltet.

Sie wurde in Paris mit Unterstützung von ABN-AMRO organisiert

13 Oktober 2004 - 17 Januar 2005

Paris, Galeries Nationales du Grand Palais


Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter