Lovis Corinth (1858-1925)
Zwischen Impressionismus und Expressionismus

1

2

3

4

Gemälde
Lovis CorinthSelbstporträt mit Glas© Photo National Gallery in Prague, 2007

Die Secession

Die Berliner Secession wird 1898 gegründet. Max Liebermann ist der erste Präsident und Walter Leistikow der Hauptorganisator, der unter anderen auch Max Slevogt und Lovis Corinth dazu anregt, der Gruppe beizutreten. Zwischen 1899 bis 1911 entwickelt sich der Verein zum Mittelpunkt des künstlerischen Lebens in Deutschland. 1904 erfindet Paul Cassirer für Liebermann, Slevogt und Corinth den Begriff „Triumvirat des deutschen Impressionismus“; er bezeichnet damit den neuartigen Stil der drei Maler, der mit dem französischen Impressionismus verglichen werden kann.


Neuinterpretation der klassischen Bilder

Corinth greift für seine Hauptthemen: Liebe, Sexualität und Tod, die in seinem Werk eine Zwangsstellung einnehmen, auf klassische Motive der griechischen Mythologie, christlichen Religion und Literatur zurück. Seine Malerei steht in der Tradition der alten Meister Frans Hals und Rembrandt.


Gemälde
Lovis CorinthAm Strand von Forte dei Marni© Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg
Corinth malt stets nach Modell, das er meist aus seinem Familien- oder Freundeskreis auswählt. Den nackten Körpern seiner Figuren aus dem alltäglichen Leben mit ihren oft übertriebenen Gesten und Grimassen fehlt die Anmut der biblischen oder mythologischen Figuren. Die Parodie auf die Tradition lässt eine satirische Ader erkennen, die insbesondere Arnold Böcklin verpflichtet ist und auch bei Ludwig Meidner, Georg Grosz und Otto Dix anklingt.

Als man sich später von der Hierarchie der Gattungen abkehrt, beschäftigt sich Corinth mit Szenen aus dem Leben wie beispielsweise Kegelspiel, Verteilung der Weihnachtsgeschenke (1913) oder Am Strand von Forte die Marmi (1914).

1

2

3

4


Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter