Victor Baltard (1805-1874). Eisen und Pinsel

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Entwürfe für die Stadt

Die nicht verwirklichten Projekte ebenso wie seine Konstruktionen veranschaulichen die Ideen, zu denen ihn die Veränderungen, die während des Zweiten Kaiserreichs in Paris durchgeführt wurden, inspirierten.
1856 entwirft er einen riesigen Hauptbahnhof, etwa zur gleichen Zeit plant man eine unterirdische Bahnverbindung von den Hallen zum kleinen Eisenbahngürtel. Der von Metallkuppeln bekrönte Bahnhof in der Nähe der Brücke Pont-Neuf war eine zeitgemäße Lösung für das Transportproblem in der Hauptstadt.

1860 unterbreitet er Präfekt Haussmann ein Projekt für den Wiederaufbau der Markthalle des Carreau du Temple. Der polychrome Bau aus Backstein und Metall kündet die zweckbetonte Architektur der Dritten Republik an. Sein Entwurf für die neue Oper, das eine klassizistische, der Renaissance nachempfundene Fassade umfasst, unterscheidet sich deutlich von dem Projekt des Gewinners des Wettbewerbs Charles Garnier.

Hôtel de Ville

Als verantwortlicher Architekt für das Hôtel de Ville, den Sitz der Pariser Machthaber, ist Baltard ab 1848 für die Arbeiten an dem Gebäude, insbesondere für die Ausführung des Dekors, zuständig.
Den Abschluss dieses wunderschönen Ensembles bildet die monumentale Verzierung für den Tisch des Hôtel de Ville. Er führt auch einige wichtige architektonische Arbeiten aus: Er überspannt den Ehrenhof mit einem Dach aus Glas und Metall, entwirft eine Treppe mit doppeltem Lauf, errichtet Nebengebäude gegenüber des Stadtpalais, erneuert den Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert, der den Mittelpunkt der durch die Avenue Victoria entstandenen Perspektive bildet.

Baltard, den der Niedergang des Kaiserreichs und die Belagerung von Paris erschüttern, geht der Brand, der den Bau im Mai 1871 zerstört, sehr nahe. In der Hoffnung, dass seine Erfahrung von Nutzen sein wird, nimmt er 1873 an dem Wettbewerb für den Wiederaufbau des Hôtel de Ville teil.

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