Carpeaux (1827-1875), ein Bildhauer für das Reich

Jean-Baptiste CarpeauxFisherman mit Schale© Image courtesy of the National Gallery of Art, Washington
Die Karriere von Jean-Baptiste Carpeaux, dem Sohn eines Maurers und einer Spitzenklöpplerin aus Valenciennes, steht in enger Verbindung zu den Empfängen am Hof von Napoleon III.
Der Künstler, der sich stark von dem künstlerischen Milieu seiner Epoche abhob, entspricht perfekt der romantischen Vorstellung des unverstandenen Künstlers: kurze und steile nur 15 Jahr währende Karriere; er arbeitete voller Leidenschaft und unermüdlich an den Sujets, die er selbst auswählte oder die bei ihm in Auftrag gegeben (Ausschmückung des Pavillon de Flore des Louvre, La Danse für die Oper von Charles Garnier).

Carpeaux, der Bildhauer des Lachens, Maler der Bewegung, außergewöhnlicher Porträtmaler, Zeichner am kaiserlichen Hof, aufmerksamer Beobachter der Geschehens auf den Straßen ist auch ein großer Bewunderer von Michelangelo. Der melancholische Künstler schildert schon in frühen Jahren die Tragödie des Ugolino; sein religiöses Gefühl führt in seinen späteren Werken zu Szenen voller Gewalt: Unglücke, qualvolle Selbstbildnisse.
Diese Schau ist seit 1975 die erste Retrospektive, die dem Bildhauer, Maler und Zeichner Carpeaux gewidmet wird. Sie beschäftigt sich mit dem kontrastreichen Werk eines der bedeutendsten französischen Bildhauers der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dessen Kunst Alexandre Dumas zufolge „lebendiger als das Leben selbst” anmutete.

 

Ausstellungsleitung

Edouard Papet, Chefkonservator im Musée d'Orsay
James David Draper, Konservator im Metropolitan Museum of Art, New York

Die Ausstellung wird vom 4. März bis 26. Mai 2014 im Metropolitan Museum of Art in New York präsentiert

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit des Musée d'Orsay und des Metropolitan Museum of Art, New York organisiert

Mit der Unterstützung von

24 Juni - 28 September 2014

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