In der Künstlerwerkstatt

Fotografie
AnonymRodin arbeitet an der Buste von Falguière© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt
Mit der Erfindung der Fotografie erfährt die Darstellung des Künstlerateliers, ein seit der Renaissance traditionelles Thema, das während der Romantik sowohl in der Malerei als auch in der Literatur erneuert wurde, eine wichtige Veränderung. Maler, Bildhauer, Architekten und Fotografen lassen sich gerne in ihrer Werkstatt, als Ort der Kreation und der Geselligkeit, aber auch der Inszenierung ihres eigenen Talents fotografieren. Sei es ein kunstvoll geordnetes Durcheinander aus Gipsfiguren, Staffeleien, Sockeln, Kupferstichen und Spiegeln, oder ein Salon, wo man Gäste empfängt und sich zeigt, oder seien es reich dekorierte Ateliers von Künstlern, die gerade „en vogue“ sind oder Außen-Ateliers von Liebhabern der Freilichtmalerei, das Künstleratelier spiegelt immer auch die kreative Persönlichkeit seines Besitzers wider.

Dieser Persönlichkeit verleiht der Fotograf mit Hilfe gestellter Aufnahmen Form, oder aber er gibt ihre flüchtige und bewegliche Seele dank Schnappschüssen wider.

Nackte Modelle oder Besucherinnen mit Hüten bevölkern diese Orte der Kreation; hier zeigt sich das enge Verhältnis zwischen dem Maler und seinem Modell. Als Sammlung eines Museums für schöne Künste enthält die Foto-Sammlung des Musée d’Orsay eine große Anzahl an Atelieraufnahmen, die den Künstler bei der Arbeit zeigen und seine Modelle enthüllen. Ungefähr 80 dieser Aufnahmen, die unter anderem beispielsweise die Ateliers von Camille Corot, Pierre Prins, Bartholomé, Mucha, Forain, Delaherche, Gérôme, Carabin, Bugatti, Bonnard und Rodin zeigen, sind in der Ausstellung zu sehen.

Ausstellungskommissarin


Dominique de Font-Reaulx, Konservatorin im Musée d'Orsay

15 Februar - 15 Mai 2005
Musée d'Orsay

Fotogalerie


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