Die Entwicklung dieses Verfahrens, das es möglich machte, die Wirklichkeit in allen Einzelheiten abzubilden, löste heftige Debatten und Kritiken aus. Man konnte außergewöhnliche Bilder realisieren, bei denen es sich nicht um einfache Imitationen sondern um wahre Reproduktionen handelte, die bei den Künstlern zu Befürchtungen und bei den Wissenschaftlern zu Bewunderung führten. Daguerres Erfindung setzte sich zur Wiedergabe der Wirklichkeit durch und veränderte endgültig den Blick auf die Welt und ihre Darstellungen, auch wenn ihr Erfolg nur zwanzig Jahre währte (1840-1860).
Die Ausstellung umfasst ungefähr 300 Stücke. Neben Daguerreotypen (ca. 250) sind zahlreiche Dokumente dieser Zeit zu sehen: Apparate, Zeitungen, Karikaturen, Gemälde, Gegenstände (Schmuckstücke mit Daguerreotypen, Zubehör für Daguerreotypisten), Bücher, Briefe, Manuskripte veranschaulichen die tiefgreifende Veränderung, die durch diese Technik herbeigeführt wurde. Die Ausstellung setzt sich nicht nur mit der ästhetischen sondern auch mit der "sozialen Dimension" des Daguerreotyps auseinander.
Ausstellungskommissare
Quentin Bajac, Konservator im Musée d'Orsay, Dominique Planchon-de Font-Réaulx, Konservatorin im Musée d'Orsay und Malcolm Daniel, Konservator, Abteilung für Fotografie, Metropolitan Museum of Art
Die Ausstellung wurde von der Réunion des musées nationaux, dem Musée d'Orsay und dem Metropolitan Museum of Art, New York und unter Mitwirkung der Bibliothèque nationale de France organisiert.
Mit Unterstützung von Gruppo Euromobil in Paris
Die Ausstellung wird auch vom 22. September 2003 bis 4. Januar 2004 im Metropolitan Museum of Art, New York, präsentiert.Medienpartner






