Meijer de Haan, der verborgene Meister

Meijer de HaanAutoportrait sur fond japonisant© Fondation Triton, Pays-Bas
Heutzutage kennt man den Maler Meijer de Haan (1852-1895) vor allem auf Grund der mysteriös anmutenden Porträts, zu der er seinen „Freund” Paul Gauguin inspirierte. Sein Werk, das er in seinem Heimatland Holland begann und später vor allem in Frankreich fortsetzte, ist noch immer relativ unbekannt. Er war jedoch zwischen 1880 bis 1890 ein wichtiger Künstler im Kreis um Gauguin. De Haan stammt aus einer wohlhabenden jüdischen Amsterdamer Familie und fühlt sich schon sehr bald zur Kunst hingezogen. In seiner Anfangszeit wird er von Rembrandt beeinflusst. Auf Grund des Skandals, den Uriel Acosta, ein großformatiges Gemälde, das heutzutage verloren gegangen ist, auslöst, zieht De Haan 1888 nach Paris. Dort lernt er Gauguin kennen. Durch diese Begegnung werden sich seine Laufbahn und sein Malstil grundlegend verändern. Von April 1889 bis Oktober 1890 malt er gemeinsam mit Gauguin in Le Pouldu und Pont-Aven. Sérusier, Filiger, Schuffenecker, Morgens Ballin oder Jan Verkade gesellen sich dieser Gruppe zu.

Meijer de Haans Malerei übernimmt und entwickelt die Prinzipien von Bernards und Gauguins Synthetismus: Vereinfachte Formen und flächig aufgetragene kräftige Farben werden zur Darstellung der „urwüchsigen” Bretagne eingesetzt.

Ausstellungsleitung

Jelka Kröger, Kunsthistorikerin im Jüdischen historischen Museum von Amsterdam
Sylvie Patry, Konservatorin im Musée d'Orsay, mit der Unterstützung von Philippe Mariot, Referent für dokumentarische Studien im Musée d'Orsay
André Cariou, Direktor des Musée des Beaux-arts von Quimper

Diese Ausstellung wurde auf Initiative des Joods Historisch Museum, Amsterdam, ausgerichtet und in Zusammenarbeit mit dem Musée d'Orsay in Paris und dem Musée des Beaux-Arts in Quimper organisiert.

Präsentation der Ausstellung:
Amsterdam, Jüdisches historisches Museum, 11. Oktober 2009 bis 25. Januar 2010
Quimper, Musée des Beaux-Arts, 8. Juli bis 4. Oktober 2010

16 März - 20 Juni 2010
Musée d'Orsay

Raum 69

Zutritt mit Eintrittskarte ins Museum



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