Kriegsfotografien

Vom Krimkrieg zum ersten Weltkrieg

Fotografie
AnonymExplosion einer Granate© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt
Ab der Jahre 1850 beginnen Fotografen das Geschehen an den Kriegsschauplätzen zu dokumentieren und drängen dadurch allmählich die Historienmaler in den Hintergrund. Die Bilder der Sammlungen des Musée d’Orsay geben drei der groben Konflikte der zweiten Hälfte des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts wieder.

Königin Viktoria schichte Roger Fenton im Frühling 1855 nach Sebastopol, um eine Fotoreportage des Krimkriegs zu realisieren. Sowohl aus technischen als auch ideologischen Gründen enthält sein Album Incidents of Camp Life keine blutigen Gefechtsszenen sondern überwiegend Porträts von Soldaten und Bilder aus dem Leben im Feldlager.

Wenige Monate später begibt sich der Historienmaler Jean-Charles Langlois in Begleitung eines jungen Fotografen, Léon Eugène Méhédin, an Ort und Stelle, um Aufnahmen für sein Panorama von Sebastopol zu realisieren, das zwischen 1860 und 1865 in einem am Rond Point des Champs Elysées errichteten Rundbau präsentiert wurde.

Hauptmotiv von George N. Barnard, der im Sezessionskrieg die Truppe General Shermans im Jahr 1864 auf ihrem Feldzug nach Atlanta begleitete, sind die durch den Krieg verursachten Zerstörungen und Verwüstungen. Mit dem ersten Weltkrieg erfährt die Fotografie eine tiefgreifende Veränderung. Die ersten Luftaufnahmen entstehen, Soldaten und Gefangene realisieren mit ihren eigenen Kameras Fotos des Kriegsgeschehens.

Ausstellungskommissarin


Joëlle Bolloch, Referentin für dokumentarische Studien im Musée d'Orsay

29 Juni - 12 September 2004
Musée d'Orsay

Fotogalerie, Erdgeschoss Lille-Seite


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