Sade. Die Sonne angreifen

Franz von StuckJudith et Holopherne© Droits réservés
Donatien Alphonse François de Sade (1740-1814) hat die Geschichte der Literatur und Kunst zunächst im Verborgenen revolutioniert, bevor er zu einer echten Legende wurde.
Das Werk des "göttlichen Marquis" unterminiert auf radikale Weise die Fragestellungen nach den Grenzen menschlichen Verhaltens, Verhältnismäßigkeit und Ausschweifung, die Konzepte von Schönheit, Hässlichkeit sowie des Erhabenen und der Wahrnehmung des Körpers. Es entledigt sich zur Gänze aller geltenden religiösen, ideologischen, moralischen und sozialen Auffassungen und Gebote.

Laut der Analyse von Annie Le Brun, Spezialistin für das Werk von Sade und Gast-Kuratorin, beleuchtet die Ausstellung den Weg zur Revolution der Darstellung, der durch die Texte des Schriftstellers geebnet wurde. Themen wie die Grausamkeit und Einzigartigkeit des Begehrens, die Abweichung von geltenden Normen, das Extreme, Bizarre und Abartige, das Verlangen als Prinzip des Exzesses und der imaginären Neugestaltung der Welt werden anhand verschiedener Werke von Goya, Gericault, Ingres, Rops, Rodin, Picasso usw. behandelt.

Der gewalttätige Aspekt bestimmter Werke und Dokumente kann das Feingefühl von empfindlichen Besuchern verletzen.

 


Ausstellungsleitung

Annie Le Brun
Laurence des Cars, Generalkonservatorin, Direktorin, Musée de l'Orangerie

Die Ausstellung wurde mit der außerordentlichen Unterstützung der französischen Nationalbibliothek und des Musée Ingrès in Montauban realisiert.

Mit der Unterstützung von Tollens für den Farbbeitrag






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