Musée d'Orsay: Eine Ballade über Liebe und Tod: präraffaelitische Fotografie in Großbritannien, 1848-1875

Eine Ballade über Liebe und Tod: präraffaelitische Fotografie in Großbritannien, 1848-1875

John Robert Parsons, Dante Gabriel RossettiJane Morris© V&A Images / Victoria and Albert MUSEUM, London
Im viktorianischen Zeitalter, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, begeistern sich zahlreiche Fotografen, die um künstlerische Anerkennung bemüht sind, für die Ästhetik der präraffaelitischen Maler. Sie wurden ebenso wie die Maler von den Schriften John Ruskins, dem ersten Theoretiker der Präraffaeliten, geprägt. Der Autor befürwortet darin eine Rückkehr zur Natur, zum Handwerk und präzise Beobachtung. Die mittelalterliche Architektur verkörpert seiner Ansicht nach die moralischen Werte, die durch die zunehmende Industrialisierung gefährdet sind.

Die präraffaelitischen Maler und viktorianischen Fotografen kennen einander. Sie behandeln dieselben historischen Themen, die Dante, Shakespeare, Byron oder dem „Hofdichter” Lord Tennyson entnommen sind. Auch das Alltagsleben dient ihnen als Quelle für ihre Sujets. Auf diese Weise entsteht ein fruchtbarer Dialog zwischen den Malern und Fotografen, den die Gemälde von John Everett Millais, Dante Gabriel Rossetti, Ford Maddox Brown und die Fotografien von Julia Margaret Cameron, Roger Fenton, Lewis Carroll und Henry Peach Robinson widerspiegeln.

Kuratoren

Diane Waggoner, Konservatorin, National Gallery of Art, Washington
Françoise Heilbrun, Chefkonservatorin im Musée d'Orsay
Die Ausstellung wird vom 31. Oktober 2010 bis 30. Januar 2011 in der National Gallery of Art in Washington präsentiert

8 März - 29 Mai 2011
Musée d'Orsay

Raume 68 und 69

Partner

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