Musée d'Orsay: Ausstellung von Architekturzeichnungen und Fotografien

Ausstellung von Architekturzeichnungen und Fotografien

Gärten für alle, Gärten für sich

Die Einflussnahme des Menschen auf die Natur im 19. Jahrhundert

Jean-Camille FormigéProjekt zur Gestaltung der Butte Montmartre© Musée d'Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt
Ausstellung von Architekturzeichnungen und Fotografien - Saal 41
Bis September 2020.


Die Kunst der Gestaltung von Gärten und öffentlichen Parks entwickelt sich in Paris unter dem Zweiten Kaiserreich dank der Initiative von Baron Haussmann und seinen talentierten Mitarbeitern: Ingenieur Alphand und Gartenarchitekt Barillet-Deschamps. Nach dem Trauma der Zerstörungen während der Pariser Kommune und der Dritten Republik beschäftigen sich die Architekten zunehmend mit dem Begriff der urbanen Landschaft. Trotz ihrer "grünen Lungen" ist die französische Hauptstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts stark verschmutzt: Die wohlhabenden Bevölkerungsschichten verlassen Paris und beziehen ihre Landsitze, die sich häufig am Ufer von Gewässern oder am Waldrand befinden.

Der private Garten ist vor neugierigen Blicken geschützt und ein umfriedeter Bereich, in dem man sich von den Konventionen befreit. Für den Hobbyfotografen ist der Garten dank des natürlichen Tageslichts ein idealer Ort, um Aufnahmen von seinem Modell zu machen und mit den neuen tragbaren Fotoapparaten zu experimentieren. Ihre vereinfachte Handhabung bewirkt eine beispiellose visuelle Revolution. Neue Motive werden als Momentaufnahmen dargestellt: Akrobatik von Kindern, das Lächeln von Verliebten, ein Windhauch etc. bilden die visuellen Elemente eines nostalgischen Gartens Eden. Und sie offenbaren, dass ein Garten häufig auch ein Geheimnis birgt.

Kuratoren

Isabelle Morin-Loutrel und Marie Robert, Chefkuratorinnen im Musée d'Orsay

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