Musée d'Orsay: Restaurierung von Das Waisenkind von Schenck

Restaurierung von Das Waisenkind von Schenck

2017 setzt das Musée d'Orsay seine Restaurationskampagnen innerhalb seiner Sammlungen fort. Dabei werden Werke ausgewählt, die anlässlich der Museumsöffnung im Jahr 1986 keinen Platz in den Ausstellungsräumen gefunden haben.
Diese Restaurierungen erfolgen im Rahmen der Politik zur präventiven Erhaltung der Werke - eine der Hauptaufgaben des Museums.

August Schenck, "Das Waisenkind, Erinnerung an die Auvergne" (um 1885)


August SchenckDas Waisenkind© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Stéphane Maréchalle
August Schenck wird in Dänemark geboren (die Herzogtümer Schleswig und Holstein gehörte damals zu Dänemark). Er ist Schüler von Léon Cogniet in der Kunsthochschule Ecole des Beaux-Arts in Paris und reiste mehrmals nach England und Portugal, bevor er sich in Ecouen niederlässt, wo er seine Laufbahn beendet.
Ab 1857 stellt er regelmäßig im Pariser Kunstsalon aus (Medaille 1865) und wird 1885 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Allerdings bleibt die Karriere des Künstlers relativ unbekannt.

Seine Lieblingsthemen sind das Tierreich: Vor einer meist verschneiten Landschaftskulisse platziert er Pferde, Hunde oder Schafe in einer verengten Anordnung. Die Affinität zum Sujet fördert die Empathie angesichts von Szenen, die einer gewissen Sentimentalität nicht entbehren.
So zeigt sich Das Waisenkind, ein zartes Lamm, dessen verstorbene Mutter zu seinen Füßen liegt, während ein Schwarm von Raben die Szene beharrlich beobachtet.

Das Gemälde vermittelt ein dumpfes Gefühl der Beklommenheit, einen Naturalismus im Stil von Rosa Bonheur mit einem Hauch des Fantastischen.
Es sei zu erwähnen, dass Schenck auch eine alternative Version dieses Werks malt Angst. Diesmal wacht das Mutterschaf über ein totes Lamm, ebenfalls umringt von boshaften Raben.

Diese Initiative wird vom Hauptsponsor des Musée d'Orsay Crédit Agricole d'Ile-de-France Mécénat unterstützt.

Der verglaste Bereich wurde realisiert mit der großzügigen Unterstützung von:

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