Musée d'Orsay: Restaurierung von Zwei Mütter von Faivre

Restaurierung von Zwei Mütter von Faivre

2017 setzt das Musée d'Orsay seine Restaurationskampagnen innerhalb seiner Sammlungen fort. Dabei werden Werke ausgewählt, die anlässlich der Museumsöffnung im Jahr 1986 keinen Platz in den Ausstellungsräumen gefunden haben.
Diese Restaurierungen erfolgen im Rahmen der Politik zur präventiven Erhaltung der Werke - eine der Hauptaufgaben des Museums.

Maxime Faivre, "Zwei Mütter" (1888)


Maxime FaivreZwei Mütter© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschäftigt man sich mit den Ursprüngen Frankreichs von der Proto- bis zur menschlichen Vorgeschichte, die anhand des Fortschritts einer noch approximativen Wissenschaft zu erfassen versucht werden.
Zahlreiche Künstler versuchen diese weit zurückliegenden Zeitalter zu erforschen und zu interpretieren: der Bildhauer Frémiet, die Maler Cormon, Paul Jamin und Maxime Faivre.

Letzterer behandelt wiederholt das Thema der Konfrontation, wie z.B. mit Der Angreifer (Institut für Klassische Archäologie, Kunsthistorisches Museum Wien], bei dem ein mit Tierhäuten bekleideter Mann gewaltsam in eine Höhle einzudringen versucht.

Hier stellt die dramatische Spannung zwei mütterliche Instinkte - jenen der Frau und jenen des Tiers - einander entgegen.
Die wilde Kriegerin, die an Medea erinnert, verteidigt ihren Nachwuchs gegen eine Bärin, die im Hintergrund zu erkennen ist.
Die Gruppe von Kindern erinnert ebenfalls an die Allegorien der Barmherzigkeit in der klassischen Malerei.

Diese Verherrlichung der Muttergefühle in ihrer zeitlosen Beständigkeit wird durch die 3. Republik zusätzlich gefördert, welche die Familie als Grundpfeiler der Gesellschaft in den Vordergrund stellt.

Diese Initiative wird vom Hauptsponsor des Musée d'Orsay Crédit Agricole d'Ile-de-France Mécénat unterstützt.

Der verglaste Bereich wurde realisiert mit der großzügigen Unterstützung von:

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