Musée d'Orsay: Maurice Boille Ein Sanatorium

Maurice Boille
Ein Sanatorium

Ein Sanatorium am Ufer des Mittelmeers, Aufriss
Maurice Boille (1883-1966)
Ein Sanatorium am Ufer des Mittelmeers, Aufriss
1910
Zeichnung
H. 206,3; B. 488,5 cm
© DR - RMN-Grand Palais (musée d'Orsay)


Ein Sanatorium am Ufer des Mittelmeers, Aufriss (Ausschnitt)
Ein Sanatorium am Ufer des Mittelmeers, Aufriss (Ausschnitt)
Ein Sanatorium am Ufer des Mittelmeers, Aufriss (Ausschnitt)
Ein Sanatorium am Ufer des Mittelmeers, Plan

Ein Sanatorium am Ufer des Mittelmeers


Der Architekt Maurice Boille, Schüler von Victor Laloux, gehört zu den zehn Schülern, die am 23. Juli 1910 für die letzte Phase des Großen Architekturpreises oder Rompreises ausgewählt worden waren. Jeder Kandidat wurde vier Monate lang isoliert.

Das Sujet, ein Sanatorium, ist in der damaligen Gesellschaft sehr aktuell. Seit etwa 1850 suchen mehrere europäische Länder nach Mitteln, um die Tuberkulose auszurotten. Vorgeschrieben ist eine Einrichtung für hohe Beamte der Kolonien, Offiziere und Soldaten, deren Gesundheit durch das tropische Klima stark angegriffen wurde.
Der Kandidat soll ein großes Gebäude für mehrere hundert Männer entwerfen, das zwischen Meer und Gebirge liegt, desweiteren sollen mehrere Terrassen, zweckgerechte Pavillons (darunter eine Villa für den Gouverneur der Kolonie mit Gartenanlage, Grotten und Bassins), überdachte Spazierwege angelegt werden.

Der Preisträger des Wettbewerbs ist Fernand Janin. Dem Sanatorium liegt ein hygienistisches Konzept zugrunde, das als Ausgangspunkt für eine touristische Ökonomie des Gesundheitssektors wie Thermalbäder dienen wird. Der Entwurf von Maurice Boille wird 1913 auf dem Salon des Artistes Français ausgestellt.




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