Musée d'Orsay: Hippolyte Marie Pigault Gebäude, Paris

Hippolyte Marie Pigault
Gebäude, Paris

Projet pour un immeuble parisien, probablement le 109 rue de Turenne
Hippolyte-Marie Pigault (1827-?)
Projet pour un immeuble parisien, probablement le 109 rue de Turenne
Entre 1876 et 1880
Crayon, encre de Chine et aquarelle
H. 59 ; L. 77,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Tony Querrec

Das Gebäude 109 Rue de Turenne und Rue des Filles-du-Calvaire


Der Architekt Hippolyte Marie Pigault kreiert gegen Ende der 1870er Jahre dieses riesige Gebäude, das auf einer Parzelle an der Kreuzung der Pariser Straßen Rue de Turenne, Rue de Bretagne und Rue des Filles du Calvaire errichtet werden sollte, in unmittelbarer Nähe jenes Ortes, an dem er gerade sein Architektenbüro eingerichtet hat.

Er übernimmt die großen Leitlinien des Pariser Haussmann-Stils, der zu Beginn der Dritten Republik immer noch vorherrscht: Einhaltung der Ausrichtung, Verwendung von Stein, einheitliche Erhöhungen, eine horizontale Fassade unterstützt von Balkonen, auf Strukturdetails reduziertes Dekor (Konsolen oder Fenster).

Diese Zeichnung zeugt von der monumentalen perspektivischen Wirkung, die diese Konstruktion bewirken würde. Die Ansicht wirkt durch die Präsenz von Figuren besonders malerisch und ist absolut außergewöhnlich, denn die damaligen Architekten stellen in der Regel das Mietgebäude im Haussmann-Stil auf einfachere Art dar, da es sich um eine globale und geregelte Typologie handelt, die kaum Raum für Kreativität lässt.

Das Mietgebäude im Haussmann-Stil zeichnet sich durch eine beinahe banale Architektur aus, die noch heute zu seinen wichtigsten Merkmalen zählt und den harmonischen sehr klassischen Architekturstil der französischen Hauptstadt garantiert.




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