Musée d'Orsay: Hector Horeau Opernhaus, Projekt

Hector Horeau
Opernhaus, Projekt

Projet d'opéra pour la ville de Paris
Hector Horeau (1801-1872)
Projet d'opéra pour la ville de Paris
1843
Aquarelle
H. 24 ; L. 35,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Projekt für das Opernhaus der Stadt Paris


Das Théâtre de l'Académie royale de Musique, auch unter dem Namen Opéra Le Peletier genannt, wurde 1821 von Francois Debret in der Rue Le Peletier errichtet. Es wurde 1873 durch einen Brand zerstört, während die "neue Oper", die sich seit 1861 im Bauzustand befand, im Januar 1875 eröffnet wurde. Da dieser Saal zu klein geworden ist, denkt man bereits in den 1840er Jahren daran, eine große Oper für Paris zu bauen. Dies führt zu zahlreichen Projekten, u.a. jenem von Hector Horeau, dem kreativsten aller Architekten, dessen Ideen jedoch von anderen entwickelt und verwirklicht wurden.

Er schlägt vor, eine zur Rue de Richelieu hin geöffnete Oper zu bauen, deren Fassade die Form eines riesigen kreisförmigen Säulengangs aufweisen und den Zu- und Ausgang für die Fußgänger erleichtern sollte. Er ist mit Galerien verbunden, die das gesamte Gebäude umgeben und die Möglichkeit bieten, die Wagen unterzustellen. Der schlicht dekorierte Säulengang - Pilaster im Erdgeschoss, korinthische Ordnung im ersten Stock, Statuen im Dachbereich - birgt einen großen und hohen lichtdurchfluteten Vorraum, der somit die Zuschauer in Szene setzt. Von hier aus erstrecken sich der Zuschauersaal, die Bühne und - in einem kleinen getrennten Gebäude, das mit der Bühne verbunden ist - alle Verwaltungsräumlichkeiten. Eine Glaswand bedeckt den Eingangsbereich und Vorraum, während sich die Bühne unter einer Kuppel befindet, die auf einen viereckigen durchbrochenen Sockel montiert ist.

Horeau präsentiert sein überarbeitetes Opernhausprojekt im Rahmen des Wettbewerbs 1860, den schlussendlich Charles Garnier gewinnen sollte.




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