Musée d'Orsay: Jean-Baptiste Louis (baron) Gros Panathenäischen Fries, Parthenon

Jean-Baptiste Louis (baron) Gros
Panathenäischen Fries, Parthenon

Detail des Parthenonfrieses, Parthenon, Athen
Baron Jean-Baptiste Louis Gros (1793-1870)
Detail des Parthenonfrieses, Parthenon, Athen
1850
Daguerreotypie
H. 11; B. 14,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Detail des panathenäischen Fries, Parthenon, Athen


Im Rahmen seiner Aktivität als Maler und Zeichner verwendet der Baron Gros die Daguerreotypie ab 1840. Er ist 1851 eines der Gründermitglieder der Société héliographique, deren Vorsitz er kurze Zeit innehat.

Im Rahmen seiner diplomatischen Laufbahn unternimmt er mehrere Reisen. Er hält sich von Januar bis Juni 1850 als bevollmächtigter Minister in Griechenland auf, als er in der Frage des englisch-griechischen Konflikts interveniert. Hierbei ging es um die Überführung durch Lord Elgin im Jahr 1816 der Marmorstatuen des Parthenon nach London. Im Mai gönnt sich der Diplomat 10 Tage Urlaub, um sich seinem Hobby - der Fotografie antiker Stätten - zu widmen: Er produziert ca. 24 Fotoplatten im Daguerreotypie-Verfahren.

In einem Artikel, der im Februar 1851 in der Zeitung La Lumière veröffentlicht wurde, betont der Kunstkritiker Francis Wey den hohen Stellenwert dieser Fotografien für die archäologische Forschung. Diese Detailansicht eines Frieses des Parthenon zeichnet sich durch außergewöhnliche Genauigkeit und hohes technisches Können aus, ein häufiges Merkmal im Werk des Baron Gros (er war für die außergewöhnliche Qualität seiner Daguerreotypien bekannt, was ihm den Spitznamen "Napoleon der Fotoplatte" einbrachte).

Dieser herausragender Praktiker hinterlässt eine Sammlung von Aufnahmen, die im Rahmen seiner Aufenthalte im Ausland (London, Bogota) wie auch in Paris (Gare de l’Est, gegen 1850, Musée d’Orsay) entstanden sind.




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