Musée d'Orsay: Charles Marville Studie des Himmels

Charles Marville
Studie des Himmels

Etude de ciel
Charles Marville (1813-1879)
Etude de ciel
Vers 1855
Epreuve sur papier albuminé à partir d'un négatif sur verre au collodion humide
H. 30,8 ; L. 43,3 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt

Studie des Himmels


Als offizieller Chronist der Umgestaltung von Paris im Haussmann-Stil ist Marville ebenfalls einer der großen "Primitiven" der Fotografie, dessen Talent sich in den Naturstudien offenbart hat, die von Blanquart-Evrard zu Beginn der 1850er Jahr veröffentlicht wurden. Dieser Druck steht ganz in dieser Tradition und gehört zu einer Serie von Himmelsstudien, die am Pariser Wohnsitz des Fotografien realisiert und 1857 zum Teil in Paris und London ausgestellt wurden.

Hierbei wurde die Bedeutung einer solchen Serie für die Künstler betont, da die Wolken in der Fotografie ohne Rückgriff auf optische Behandlungen und Nachbesserungen erst sehr selten dargestellt wurden (um die ungleiche Empfindlichkeit der Trägerplatten auf die verschiedenen Farben des Spektrums auszugleichen - woraus erfolgte, dass ein für die Landschaft richtig belichtetes Negativ meistens überbelichtet für den Himmel war - hatten die Landschaftsfotografen die Gewohnheit, diesen zu vernachlässigen und auf dem Negativ schwarz auszumalen, um ihn einheitlich weiß erscheinen zu lassen, wenn sie die Matrix nicht direkt mit künstlichen Wolken verzierten.)

Aus diesem Grund - und vor allem, weil sie sich in die Tradition der von Valenciennes oder Constable gemalten Studien und der Pastellarbeiten von Boudin (dem "König der Himmel", der Monet in die Freilichtmalerei einführte) einreihten - zählen diese Bilder zu den ersten erfolgreichen Fotoversuchen im Bereich der seriellen Studie von Wetterveränderungen.




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