Musée d'Orsay: Arnold Böcklin (1827-1901) Ein moderner Visionär

Arnold Böcklin (1827-1901) Ein moderner Visionär

ARCHIV
2001

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Gemälde
Arnold BöcklinSchlossruine© DR / Berlin, National Galerie
Der Schweizer Maler Arnold Böcklin (1827-1901), ein bedeutender Künstler im ausgehenden 19. Jahrhundert, ist in Frankreich noch immer mit Ausnahme seines wohl berühmtesten Gemäldes, Die Toteninsel, großteils unbekannt.

Das Werk von Böcklin, das in den Jahren 1910 bis 1920 von den surrealistischen Malern – insbesondere Giorgio de Chirico und Marx Ernst, die durch seine fantastisch anmutende und ikonoklastische Vision der Mythologie inspiriert wurden - wiederentdeckt wurde, ist noch nie in Frankreich präsentiert worden. Diese erste Monografie umfasst rund 70 Werke, die dem französischen Publikum die Bedeutung des Malers und seine Stellung in der modernen Kunst veranschaulichen sollen.

Gemälde
Arnold BöcklinGemse in Gebirgslandschaft© DR / Bâle, Kunstmuseum
Böcklins Kunst, die lange Zeit als „germanisch” alt, schöpft zwar aus den künstlerischen, literarischen und ästhetischen Traditionen Deutschlands, aber sie unterscheidet sich auch von ihnen. Seine ersten, romantisch inspirierten Landschaften sind Johann Wilhem Schirmer und Carl Friedrich Lessing - Burgruine, 1847 (Berlin, Nationalgalerie) verpflichtet. Seine Malerei spiegelt auch eine nordische Interpretation der lateinischen Kultur wider, die den Deutsch-Römern, jenen deutschen Künstlern, die sich in der Mitte des Jahrhunderts in Rom niederlassen, gemein ist; der weitgereiste Künstler, orientierte sich jedoch auch an anderen Strömungen der europäischen Malerei: Rubens beispielsweise, an dessen Vorbild sich die Kentauromachie und die großen Kampfszenen der letzten Jahre inspirierten; Poussin und Le Lorrain, deren ideale Landschaften in der Serie Villen am Meer anklingen.

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