Musée d'Orsay: Der Neoimpressionismus, von Seurat bis Paul Klee

Der Neoimpressionismus, von Seurat bis Paul Klee

ARCHIV
2005

1

2

3

4

5

6

7

Camille Pissarro (1830-1903)
 Jeune paysanne faisant du feu. Gelée blanche. [Junge Bäuerin beim Feuer machen. Raureif.]
 1888
 Öl auf Leinwand
 H. 92,8; L. 92,5 cm
 Paris, Musée d'Orsay
Camille PissarroJunge Bäuerin beim Feuer machen. Raureif.© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt
Als am 15. Mai 1886 die achte und letzte Impressionistenausstellung in der Rue Laffitte in Paris eröffnet wird, ziehen die Werke des letzten Saales die Aufmerksamkeit der Besucher und Kritiker auf sich.
Seurat präsentiert dort das Gemälde, das als richtungsweisend für den Neoimpressionismus gilt, Ein Sonntagnachmittag auf der Insel la Grande Jatte, eine riesige Leinwand, die alle anderen überragt.
Daneben entdeckt das Publikum andere Künstler, die seine Technik übernommen haben. Dies sind Paul Signac, ein junger Maler, der keine klassische Ausbildung genossen hatte, Lucien Pissarro und sein Vater, der Impressionist Camille Pissarro.
Letzterer wandte sich dem von ihm als „wissenschaftlichen Impressionismus” bezeichneten Stil zu, um von dem festgefahrenen „romantischen Impressionismus” Abstand zu nehmen.

Gemälde
Camille PissarroVorderer Teil des Tub (Opus 176)© photo DR
Die Stellungnahmen der Kritiker waren zwiespältig, nur Félix Fénéon, der regelmäßig mit den Symbolisten verkehrte, setzt sich sogleich für diese neuartige Malerei ein. In einem Artikel, der am 19. September 1886 in der Brüsseler Zeitschrift L'Art moderne erscheint, führt er den Begriff „Neoimpressionismus” ein, der deutlich machen soll, dass es Seurat und seinen Kollegen darum ging, den Impressionismus zu erneuern. Fénéon wird sich unerlässlich für diese neue Bewegung einsetzen und zu seiner Entwicklung in ganz Europa beitragen.

1

2

3

4

5

6

7


Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Drucken

Facebook
TwitterInstagramYouTube