Musée d'Orsay: Ferdinand Hodler (1853-1918)

Ferdinand Hodler (1853-1918)

ARCHIV
2007

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Die Empfindung wiedergeben

Ferdinand HodlerCommunion avec l'infini© Kunstmuseum Basel / photo Martin Bühler
Hodler entwickelt einen originellen Symbolismus, der nicht aus literarischen Quellen schöpft, sondern die verloren gegangene Harmonie zwischen Mensch und Natur wiederherstellen will. Die Frau wird zur spirituellen Protagonistin in seinem Streben nach Harmonie, während das Kind und später der Jugendliche – Hector, der Sohn des Malers – die Unschuld und Lebenskraft symbolisieren.
Ehrgeizige Figurenbilder, zu denen er zahlreiche vorbereitende Zeichnungen anfertigte, rühmen die Lebenskraft, das Licht als Quelle der Wahrheit. Die einander entsprechenden Kompositionen bilden thematische und symbolistische Zyklen, die europaweit, insbesondere auf den Ausstellungen der Sezession in Österreich (Wien) und Deutschland (München, Berlin) große Erfolge feiern.


Ferdinand HodlerChant du lointain© Kunstmuseum St Gallen
Hodlers Realismus der 1880er Jahre weicht allmählich einem ausdrucksstarken, farbigen Realismus: als Gewänder dienen zeitlose Draperien, die die Bewegung betonen, die Gebärden sind dem modernen Tanz entlehnt und den Recherchen, die Isadora Duncan, Loie Fuller und Rudolf Laban zum Ausdruck der Empfindung durchführen. Hodler erfindet neue Choreografien, um die Empfindung, das grundlegende schöpferische Prinzip wiederzugeben.

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